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Berufsunfähigkeits- oder
Dread Disease Versicherung?

Während Berufsunfähigkeitsversicherungen schon lange bekannt sind und auch umfassend genutzt werden, ist seit kurzem eine zweite Form der Absicherung gegen krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit auf dem Markt: So genannte Dread Disease Versicherungen.

 

Was geschieht eigentlich, wenn man aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls seinen Beruf nicht mehr ausüben kann? Die Krankenversicherung wird spätestens nach insgesamt 18 Monaten die Zahlung des Krankengeldes einstellen. Allerdings kann dieses auch schon viel früher geschehen, nämlich dann, wenn bereits vorher festgestellt wird, dass die gesundheitliche Einschränkung so bedeutend ist, dass man von einer "Berufsunfähigkeit" sprechen muss.

 

Eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit muss in erster Linie jeder für sich selbst regeln, denn die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung in einem solchen Fall sind insbesondere für junge Menschen vollkommen unzureichend.

 

Das Risiko "Berufsunfähigkeit" wird oft unterschätzt. Laut Statistik kommt in Deutschland durchschnittlich jeder vierte Erwerbstätige im Laufe seines Lebens einmal in die Situation, vorübergehend oder dauerhaft berufsunfähig zu sein. Die Gefahr, durch einen Unfall berufsunfähig zu werden ist dabei jedoch vergleichsweise gering. Zu ca. 90 Prozent sind Erkrankungen der Grund dafür, dass jemand nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf in der gewohnten Art und Weise auszuüben.

 

Die beiden wirksamsten Vorsorgemöglichkeiten gegen die finanziellen Folgen sind die "Berufsunfähigkeitsversicherung“ und die "Versicherung gegen schwere Erkrankungen“ (Dread Disease-Police).

 


A. Berufsunfähigkeitsversicherung

Die meisten Lebensversicherungsgesellschaften bieten Berufsunfähigkeitsversicherungen als eigenständigen Versicherungsvertrag oder in Kombination mit einer Lebens- bzw. Rentenversicherung an. Beim Abschluss einer solchen Versicherung sollte man auf eine kundenfreundliche Gestaltung der Versicherungsbedingungen achten.

 

Bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit zahlt die Versicherungsgesellschaft die bei Vertragsabschluss vereinbarte monatliche Rente.

 

Der Versicherungsnehmer erhält die Rente, solange er berufsunfähig ist, längstens jedoch bis zum vereinbarten Ende der Leistungsdauer (z.B. bis zum 65. Lebensjahr). Für die Leistungspflicht der Versicherungsgesellschaft ist es ohne Bedeutung, welche Krankheit bzw. welche Art eines Unfalls zu der Berufsunfähigkeit geführt hat.

 


B. Dread Disease-Police

Dread Disease-Policen bieten nur relativ wenige Versicherungsgesellschaften in Deutschland an. Noch ist der Bekanntheitsgrad dieser Absicherungsform z.B. in Großbritannien wesentlich höher als in Deutschland. Nach Eintritt einer der im Versicherungsvertrag genau definierten schweren Erkrankungen (z.B. Krebs, Schlaganfall u.a.) erhält der Kunde die bei Vertragsbeginn festgelegte Versicherungssumme in einem Betrag ausgezahlt. Es spielt hierbei keine Rolle, ob die Erkrankung auch zu einer Berufsunfähigkeit geführt hat. Auch nach einer möglichen späteren Gesundung kann der Kunde die einmal erhaltene Versicherungsleistung behalten. Gute Anbieter von Dread Disease-Policen führen in ihren Versicherungsbedingungen zum Teil über 30 Erkrankungen auf, die zu einer Leistungspflicht führen würden.

 

Beide Absicherungsarten haben ihre Stärken und Schwächen. Die in Deutschland durchaus attraktiven Angebote bezüglich Berufsunfähigkeitsversicherungen sind leider nicht für jeden Interessenten problemlos zugänglich. So führen Vorerkrankungen (z.B. Allergien, Rückenbeschwerden o.ä.), die bei Vertragsabschluss in jedem Fall angegeben werden müssen, sehr oft zu Leistungsausschlüssen oder gar zur vollständigen Ablehnung des Versicherungsantrages. Die Höhe des Beitrages richtet sich u.a. nach dem Beruf des Versicherten.

 

 

Beispiel:
• Eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 € und mit sehr guten Versicherungsbedingungen kann für einen 35-jährigen Diplom-Betriebswirt ab einem Monatsbeitrag von 25 € angeboten werden.

 

• Eine Dread Disease-Police mit einer Versicherungssumme von 50.000 € würde bei einer Versicherungsgesellschaft mit sehr umfangreichem Leistungskatalog ca. 50 € monatlich kosten.

 

Dread Disease-Policen konnten sich in Deutschland noch nicht vollständig als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung durchsetzen. Der wesentliche Grund hierfür ist sicherlich, dass diese Versicherungsart hierzulande noch nicht sehr lange bekannt ist.

 

Die GBH-Experten können Ihnen dabei helfen, ein geeignetes Produkt für Sie zu finden, das Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.

 

 

 

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